Corona/Deutschland: Todeszahlen und Inzidenz enorm hoch – Landkreis schottet sich vor Wintersportlern ab



Die Corona-Lage in Deutschland bleibt im neuen Jahr angespannt. Das RKI meldet knapp 17.000 Neuinfektionen am Sonntagmorgen. Doch die Daten aus einem Bundesland sorgen für Verwirrung.

  • In Deutschland sind erste Fälle der Corona-Mutation B.1.1.7* entdeckt worden.
  • Die Zahlen der Infizierten und der Todesfälle im Zuge der Coronavirus-Pandemie* steigen weiter an.
  • Brandenburg meldet am Sonntag keine Corona-Fallzahlen. Mecklenburg-Vorpommern verbietet nun Tagestouristen und Urlaubern die Einreise in manche Gebiete.
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 10. Januar, 23.00 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat im heute-journal einen dramatischen Appell vorgebracht. „Ich merke, dass bei mir in Thüringen gerade die Hütte brennt“, sagte der Linken-Politiker in der ZDF-Sendung. „Heute ist für mich ein schlimmer Tag, denn heute haben wir, ganz Thüringen, die 300er-Inzidenz überschritten. Und alle Landkreise und kreisfreien Städte sind über die 200er-Inzidenz gegangen.“

Der Lockdown sei aktuell die einzig richtige Konsequenz, Erleichterungen aktuell ausgeschlossen. „Es ist kein Platz mehr für Lockerungen und die Debatte von der Lockerung zur Lockerung.“ Der aktuelle Anstieg der Infektionszahlen sei „viel zu viel. Wir können in Thüringen jedenfalls dauerhaft den Anstieg dieser Infektionen nicht mehr aushalten“, meinte Ramelow weiter.

Corona in Deutschland: Niedersachsen lockert Kontakregeln für Eltern und Kinder

Update vom 10. Januar, 14.35 Uhr: Niedersachsen lockert die Corona-Kontaktregeln für Eltern und ihre Kinder. Zum Beispiel: Eine Mutter darf jetzt mit Baby die Großeltern besuchen oder mit einer anderen Mutter mit einem Baby spazieren gehen.

Die Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt plus eine weitere Person sollte in Niedersachsen ursprünglich streng ausgelegt werden und auch Babys mitzählen. Auf Hinweise der Bevölkerung sei, die Regierung jedoch davon abgerückt, erklärte eine Regierungssprecherin laut dpa am Sonntag.

Kinder bis drei Jahre dürfen demnach bei Kontakten einer Betreuungsperson, etwa einem Elternteil, dabei sein.

Update vom 10. Januar, 11.33 Uhr: Corona-Hotspot in Deutschland: Im Landkreis Bautzen (Sachsen) liegt die 7-Tage-Inzidenz nach dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 545,4, im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt bei 530,0 (Thüringen) und im Landkreis Meißen (Sachsen) bei 523,3. Die Regionen sind auf dem Covid-19-Dashboard des RKI pinkfarben markiert.

Mindestens 97 Regionen überschreiten jedoch die 200er-Marke. Das RKI weist insgesamt 412 Regionen auf dem Covid-19-Dashboard aus. Dazu gehören Landkreise, kreisfreie Städte und die Berliner Bezirke.

Die niedrigste 7-Tage-Inzidenz von 42,6 weist derzeit der Landkreis Friesland (Niedersachsen) auf.

In Berlin, Niedersachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern (siehe auch Update vom 9. Januar, 18.05 Uhr) gelten seit Sonntag strengere Corona-Regeln. In Thüringen bleibt die Einschränkung des Bewegungsradius von 15 Kilometern eine Empfehlung. Die Landkreise können jedoch eigene Regeln erlassen.

Landkreis zieht Notbremse und verbietet Wintersport-Ausflüge auch von außerhalb

Der Landkreis Hildburghausen (Thüringen) will sich vor Wintersportlern abschotten. Ab Montag (11. Januar) gilt dort die 15-Kilometer-Regel. Einwohner des Landkreises dürfen sich ab Montag zur individuellen sportlichen Betätigung und zur Bewegung an der frischen Luft nur noch 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen, heißt es in der Allgemeinverfügung. Zudem sind Tagesausflüge in den Landkreis Hildburghausen – also von außerhalb – zu diesem Zwecke verboten. Diese „Mobilitätsbeschränkungen“ gelten vorerst bis zum 31. Januar. Im Südthüringer Landkreis liegt unter anderem der beliebte Ausflugsort Masserberg.

  • LK Bautzen (Sachsen) – 545,4 (Vortag: 483,7)
  • LK Saalfeld-Rudolstadt (Thüringen) – 530,0 (Vortag: 540,7)
  • Landkreis Meißen (Sachsen) – 523,3 (Vortag: 558,1)
  • LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – 496,0 (Vortag: 462,2)
  • LK Hildburghausen (Thüringen) – 493,7 (Vortag: 424,1)

Corona in Deutschland: Landkreis verbietet Wintersport-Tagesausflüge (Archivfoto)

© Martin Schutt/ dpa

Corona in Deutschland – Corona-Hotspot meldet keine Fallzahlen

Update vom 10. Januar, 8.29 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist am Sonntag erfahrungsgemäß mit Vorsicht zu betrachten (siehe auch Update vom 10. Januar, 7.05 Uhr). Obendrein ist an diesem Sonntagmorgen zunächst noch unklar, ob die Zahlen von Brandenburg in den neuen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) enthalten sind (RKI Datenstand 10. Januar, 0 Uhr). Auf dem RKI-Covid-Dashboard sind für Brandenburg keine Zahlen zu finden: „Keine neuen Fälle“ und „Keine neuen Todesfälle“ ist dort zu lesen. Für Brandenburg weist das RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 233,6 aus. Damit liegt das Bundesland zwar über dem gesamten Durchschnitt von 161,2, aber noch weit hinter Sachsen.

Corona in Deutschland: 7-Tage-Inzidenz in Sachsen weiter am höchsten

  • Sachsen – 357,6 (RKI Datenstand 10. Januar, 0 Uhr)
  • Thüringen – 314
  • Brandenburg – 233,6 (ohne neue Fallzahlen)

Corona in Deutschland – Knapp 17.000 neue Coronavirus-Infektionen

Update vom 10. Januar, 7.05 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 16.946 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 465 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen bekannt gab. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil weniger getestet wird. Zudem ist die Interpretation der Daten weiterhin schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntagmorgen bei 162,2. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 357,6 und Thüringen mit 314,0. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 90,0. Wegen der Feiertage sind die Werte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 1,18 (Samstag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Durch die Verzögerungen könnte auch dieser Wert laut RKI unterschätzt werden.

Corona in Deutschland: RKI meldet 343.000 aktive Coronafälle (Datenstand: 10. Januar, 0 Uhr)

  • Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich 1.908.527 Menschen in Deutschland mit Corona infiziert.
  • In den vergangenen 24 Stunden wurden 16.946 weitere Coronainfektionen und 465 Todesfälle verzeichnet.
  • Bisher starben 40.343 Menschen mit oder an Sars-CoV-2, teilt das RKI mit.
  • Derzeit gibt es in Deutschland etwa 343.000 aktive Coronafälle schätzt das RKI.

Corona in Deutschland: Infektionszahlen weiter auf hohen Niveau (Symbolfoto).

© Sina Schuldt/dpa

Corona in Deutschland: Nachmeldungen und Verzögerungen wegen der Feiertage könnten Bild trüben

Update vom 9. Januar, 21.45 Uhr: Nach Angaben der Gesundheitsämter haben sich am Samstag weitere 22.260 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie focus.de berichtet, steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie positiv getesteten Personen damit auf 1.906.605. Die Anzahl der Menschen die in Deutschland an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben sind, stieg am Samstag weiter auf insgesamt über 40.000. 917 neue Todesopfer wurden demnach registriert.

Der R-Wert stieg stark von 1,15 auf 1,46 an. Solche abrupten Anstiege lassen vermuten, dass die Gesundheitsämter noch immer mit dem Nachmelden von Corona-Tests beschäftigt sind, die über die Feiertage liegen geblieben sind.

Corona in Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern verbietet Einreise von Tagestouristen und Urlaubern

Update vom 9. Januar, 18.05 Uhr: Wie schon während der ersten Welle der Coronavirus-Pandemie hat das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern erneut jeglichen Touristen und Tagesausflügler die Einreise verboten. Zumindest in Gebieten mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 greifen die Maßnahmen bereits ab Sonntag. Auch Innhaber von Ferienwohnungen dürfen dann nicht in die Gebiete einreisen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) begründet gegenüber der Bild-Zeitung die Entscheidung damit, dass man sonst den Kreis-Bewohnern nicht verständlich machen könnte, warum Sie sich nur noch innerhalb eines 15-Kilometer-Radius um ihren Wohnort aufhalten dürfen. Betroffen von den Maßnahmen ist Stand Samstagabend lediglich der Kreis Mecklenburgische Seenplatte mit einer Inzidenz von 243,3.

Corona in Deutschland: Todeszahlen überschreiten nächste Marke – Experte fürchtet drastische Weihnachtsfolge

Update vom 9. Januar, 8.23 Uhr: Binnen 24 Stunden wurden dem Robert-Koch-Institut 24.694 neue Corona-Infektionsfälle und 1083 neue Todesopfer nach Covid-19-Erkrankungen gemeldet. Damit haben sich in Deutschland bislang 1.891.581 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt, 39.878 bezahlten dafür der Statistik nach mit dem Leben. Laut der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hat die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus sogar bereits die Marke von 40.000 durchbrochen und liegt bei 40.022. Dort werden auch 1.904.875 Infizierte im Laufe der Pandemie ausgewiesen.

Update vom 8. Januar, 22.06 Uhr: „In den nächsten Tagen werden wir die Auswirkungen von Weihnachten
und Silvester auf den Intensivstationen erleben“, befürchtet Divi-Präsident Gernot Marx vom Universitätsklinikum Aachen. Das Intensiv-Zentralregister rechnet ihm zufolge mit bis zu 600 Neuaufnahmen auf Deutschlands Intensivstationen täglich. Aktuell werden dort rund 5500 Covid-19-Patienten behandelt. 

Diese Prognosen stützen sich auf die Zahl der Neuinfektionen bis 23. Dezember. Seit den Weihnachtstagen gelten die Daten nicht mehr als aussagekräftig – es wird erst Mitte Januar mit einer Rückkehr zu validen Zahlen gerechnet. Das RKI gibt den bundesweite Sieben-Tage-R-Wert mit 1,09 (Vortag: 0,92) an, aber auch der R-Wert könne aktuell unterschätzt werden.

Als erstes Bundesland hat Sachsen klargestellt, dass der aktuelle Lockdown verlängert wird. Bis 7. Februar soll er mindestens gelten.

Corona in Deutschland: Sachsen empfiehlt älteren Mitbürgern dringend, die Öffentlichen nicht zu nutzen

Update vom 8. Januar, 20.03 Uhr: Sachsen warnt seine älteren Bürger: Sie sollen den öffentlichen Nahverkehr meiden. Dazu hat die sächsische Regierung aufgerufen. Nach einer Kabinettssitzung am Freitagabend sprachen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) von einer „dringlichen Empfehlung“. Aktuell seien die Öffentlichen zu etwa 40 Prozent ausgelastet. Hohe Taktungen sollen aufrechterhalten werden.

Corona: Lauterbach warnt Deutschland vor neuer Mutation – erstes Bundesland fordert Komplett-Lockdown

Update vom 8. Januar, 15.58 Uhr: Mitten in der Corona-Pandemie haben sich rund 35 Personen in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Berlin getroffen, offenbar um illegale Glücksspiele zu veranstalten. Die Polizei fand in der Nacht zum Donnerstag Spielkarten und beschlagnahmte Bargeld im fünfstelligen Bereich sowie zwei Glücksspielautomaten. Das teilte die Behörde am Freitag auf Twitter mit.

Einige der Menschen hielten sich demnach illegal in Deutschland auf und wurden zum Teil festgenommen. Zudem sei unklar, wem die Wohnung überhaupt gehöre, hieß es weiter. Die Beamten hätten zahlreiche Anzeigen geschrieben, nicht nur wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels, sondern auch wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen. Den Angaben zufolge hatten sich zunächst Anwohner über Lärm in der Erdgeschosswohnung im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen beschwert und damit den Einsatz der Polizei ausgelöst.

Corona in Deutschland: Thüringens Ministerpräsident Ramelow fordert Komplett-Lockdown

Update vom 8. Januar, 14.35 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für noch weitreichendere Regeln im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland ausgesprochen. „Wir müssen endlich in einen richtigen Lockdown gehen“, sagte er im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Bei MDR Aktuell forderte Ramelow einen Lockdown, der auch für die Wirtschaft gilt. „Wir müssen jetzt einfach einmal komplett eine Pause machen“, sagte Thüringens Ministerpräsident. „Ich sehe keine Alternativen. Der Fehler, den wir in ganz Deutschland gemacht haben, war, dass wir den Dezember nicht genutzt haben, um tatsächlich auch die allgemeine Wirtschaft in eine Pause zu schicken.“

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow fordert einen Corona-Lockdown für die allgemeine Wirtschaft. (Archivbild)

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Martin Schutt

Ramelow kritisierte auch die Ungleichheit der bisherigen Maßnahmen, für die ausschließlich Gastronomen, Hoteliers, Künstler und Solo-Selbstständige, Schausteller und alle Kinder zur Pandemieabwehr in Verantwortung genommen würden – die gesamte weitere Wirtschaft aber so tue, als wäre nichts.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe den heftigen Anstieg der Infektionszahlen schon im Oktober vorausgesagt. „Die Kanzlerin hatte Recht, und ich hatte Unrecht“, erklärte Ramelow rückblickend. Der Thüringer Landeschef hatte sich lange gegen besonders harte Maßnahmen in der Pandemie gestemmt.

Corona in Deutschland: RKI meldet neuen Rekord bei Todesfällen

Erstmeldung vom 8. Januar: München/Köln – „Wir müssen ehrlich sagen, dass wir mit dem Rücken zur Wand stehen“, bilanzierte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im Podcast „Die Wochentester“ des Kölner Stadt-Anzeigers. Die Corona-Lage in Deutschland hat sich im neuen Jahr keineswegs entspannt – eher im Gegenteil. Der Lockdown wurde verlängert, das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete einen Rekordwert und nun droht nach ersten Fällen der Virus-Mutation B.1.1.7 bereits die nächste Gefahr.

Zwei Wochen nach Weihnachten hat das RKI am Freitagmorgen einen neuen Höchstwert mit 1188 Corona-Todesfällen innerhalb eines Tages vermeldet. Zudem meldeten die Gesundheitsämter im selben Zeitraum 31.849 Neuinfektionen. Bei der Interpretation der Fallzahlen sei weiter zu beachten, dass über die Feiertage vermutlich weniger Menschen einen Arzt aufsuchten, weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt wurden, hieß es vom RKI.

Corona in Deutschland: Inzidenz-Zielwert von 50 laut Lauterbach zu hoch

„Dies kann dazu geführt haben, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet wurden.“ Heißt: es könnte eine hohe Dunkelziffer an nicht gemeldeten Corona-Fällen* geben. Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland liegt aktuell bei 136,5. Dieser Wert sei aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten. Vom Zielwert 50 ist noch weit entfernt. Daher wurde der Lockdown* in Deutschland nach dem Corona-Gipfel vorerst bis zum 31. Januar verlängert und einige Regeln verschärft.

Diese Entscheidung war alternativlos, stellte Lauterbach im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger klar. „Zu früh aus dem Lockdown bedeutet eine dritte Welle“, warnte der SPD-Gesundheitsexperte. Er gehe nicht davon aus, dass der Inzidenz-Zielwert von 50 bis zum 31. Januar erreicht werde. Dieser sei ohnehin zu hoch angesetzt. „Ich kenne eigentlich keinen einzigen Virologen oder Epidemiologen, der sagt: ‚50 ist sicher‘. Alle sagen, es muss niedriger sein“, so Lauterbach.

Corona in Deutschland: Lauterbach sieht große Gefahr in Mutation B.1.1.7. – „Angst vor einer dritten Welle“

Eine weitere große Gefahr sieht der Mediziner in der Corona-Mutation B.1.1.7* aus Großbritannien. Diese wachse in England weiter, obwohl das Land im Lockdown ist. „Das muss uns zu denken geben“, mahnte Lauterbach. Erste Fälle der Mutation B1.1.7 sind inzwischen auch in Bayern und Sachsen aufgetreten.

Sollte sich die Variante des Coronavirus* weiter im Land ausbreiten, kommen wohl weitere Einschränkungen auf die Menschen in Deutschland zu. „Dann sind natürlich viel drastischere Maßnahmen notwendig, um das Gleiche zu erreichen. Wir haben alle Angst vor einer dritten Welle mit der neuen Mutation“, erklärte Lauterbach.

Corona in Deutschland: Hamburg setzt verschärfte Verordnung in Kraft

Mit Hamburg hat heute um Mitternacht das erste Bundesland eine verschärfte Corona-Verordnung in Kraft gesetzt. Demnach müssen die Hamburger ab Freitag ihre Kontakte weiter einschränken. Angehörige eines Haushalts dürfen nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt. Für Kinder gibt es anders als bisher keine Ausnahme mehr. (ph) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Michael Reichel/dpa



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